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Ebene Fluglagen

Version 20, 29.06.2009

Es gibt keinen Löffel!
Neo in "The Matrix"


Auf dieser Seite behandle ich die Fluglagen des Kunstfluges, welche sich in einer Ebene parallel zum Boden abspielen.



Inhalt

1 Allgemeines
         1.1 Die rote Pille
         1.2 Fluggeschwindigkeit
         1.3 Flugsicherheit
         1.4 Die Einheitsschlaufe
         1.5 Links
2 Flächenflug
         2.1 Bauchflug mit Seitenruder
         2.2 Rückenflug ohne Seitenruder
         2.3 Einheitsschlaufe reload
         2.4 Rückenflug mit Seitenruder
3 Messerflug
4 Slip



1 Allgemeines

1.1 Die rote Pille

An alle, die von der Seite Bauchflug hierhergekommen sind: hätt mich auch gewundert, wenn wir uns hier nicht wiedergetroffen hätten :-).

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1.2 Fluggeschwindigkeit

Fliegen sie die Übungen anfangs mit möglichst geringer Geschwindigkeit (gerade so schnell, dass sie sicher noch keine Probleme mit Strömungsabrissen bekommen). Sobald eine Übung langsam funktioniert können sie die Fluggeschwindigkeit erhöhen.

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1.3 Flugsicherheit

Die Regeln zum Flugraum, zum Verhalten bei Verknüpplern und zum Simulatortraining sorgen für ein entspanntes Training und wenig Abstürze.

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1.4 Die Einheitsschlaufe

[Landung] Was isses?
Die Einheitsschlaufe ist mein Anflugsschema fürs STP/BFP.

Wie macht man's?
Der Pilot bewegt das Modell in der auf dem Bild rechts fett eingezeichneten Doppelschlaufe parallel zum Boden. Die Schlaufen sind dabei die fixen Wendekreise, anstelle der gewellten Linie platziert der Pilot die zu übenden Fluglagen/Figuren/was auch immer .

Tipps
[-] Fliegen sie die Einheitsschlaufe innerhalb jeder Übung immer in der gleichen Höhe über dem Boden (die Einheitsschlaufe findet in einer Ebene parallel zum Boden statt, sieht man auf dem Bild nicht so gut), mit gleichbleibender Geschwindigkeit und mit der gleichen Horizontalen Ausdehnung. Dadurch haben sie für das Fluglagentraining immer dieselben bedingungen und lernen Schneller.
[-] Diese Einheitsschlaufe muss vollständig passiv und ohne irgendwas zu überlegen funktionieren. Wenn sie beim üben von anderen Figuren mithilfe der Einheitsschlaufe noch an der Einheitsschlaufe herumüberlegen müssen haben sie nicht mehr genug Kapazität für die neue Figur und das Üben wird übelst mühsam.
[-] Die Einheitsschlaufe kann natürlich in jeder x-beliebigen Vorwärtsfluglage geflogen werden. Sobald also Rückenflug, Messerflug, Slips und Rollenkreise ohne zu überlegen klappen kann ich nur wärmstens empfehlen, die Einheitsschlaufe auch in diesen Fluglagen zu fliegen.
[-] Wenn einem das ewige Wenden zu doof wird kann man später auch gerne einen Turn , einen Auf-/Abschwung oder sonstwas BEREITS GEFESTIGTES machen. Die Wenden dienen jedoch nicht dazu, neue Wendefiguren zu üben, wenn in der Mitte noch eine andere Figur geübt wird. Das gibt ein Durcheinander.

Hinweise
[-] Die Massangaben in der Abbildung beziehen sich auf mein Standardmodell (95cm-Shockflyer mit 400g Masse). Bei kleineren und leichteren Modellen darfs gerne weniger sein, bei Grösseren entsprechend mehr. Die Höhe über dem Boden sollte mindestens den doppelten Durchmesser eines gedrückten Loopings betragen, so reicht sie, um gefahrlos untenrum abfangen zu können. Modelle, bei denen nach dem Strömungsabriss das Trudeln kommt, brauchen noch massiv mehr Sicherheitshöhe.
[-] Wenn ich von jetzt an bei einer Fluglage "STP in der Einheitsschlaufe" schreibe meine ich damit, dass sie idealerweise das gesamte STP (sofern bei einzelnen Übungen nichts anderes erwähnt) in der Einheitsschlaufe fliegen.

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[-] Bitte lesen sie vorher die Hinweise zu meinen Trainingsanleitungen, sonst gibts Missverständnisse.
[-] Meine selbstkreierten Begriffe (BFP, Rechtsmesserharrier etc.), welche ich im folgenden Text verwende, habe ich auf der Seite Begriffe erklärt.
[-] Die hier verwendete Methode zur räumlichen Beschreibung von Flugfiguren finden sie auf der Seite Flugebenen, Flugrichtungen, Koordinaten.
[-] Zusätzliche Tipps um das Training ohne Modellbeschädigungen zu überstehen gibts auf der Seite Flugsicherheit: Konzepte.
[-] Das Standardmodell, auf das sie diese Übungsbeschreibungen 1:1 anwenden können ist mein 95cm-Shockflyer

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2 Flächenflug

2.3 Bauchflug mit Seitenruder

Den Bauchflug habe ich hier bereits beschrieben. Der Bauchflug mit Seitenruder ist jedoch auch eine Basisfigur im Kunstflug, machen sie deshalb auch hier in regelmässigen Abständen die BFP-Übungen, um die Fluglage weiter zu vertiefen.

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2.4 Rückenflug ohne Seitenruder

Was isses?
Die ultimative "Anti-Fluglage"' für die Meisten Modellpiloten ;-). Der Rückenflug läuft gleich wie der Bauchflug, nur das die Flugzeugunterseite jetzt oben ist. Die Querruderfunktion und die Gasfunktion bleiben gleich, Höhen und später Seitenruderfunktion sind jeweils richtungsvertauscht, der Anstellwinkel geht auch hier nicht über 10 Grad hinaus.
[->] Überlegungen zum Rückenflug ohne Seitenrduer

Wie macht man's?
Das Flugverhalten auf dem Rücken sollte bei einem Kunstflugmodell fast gleich sein wie auf dem Bauch. Höhen und Seitenruder sind jeweils richtungsvertauscht, das wars.

STP in der Einheitsschlaufe
Machen sie das Rückenflugtraining genau wie alle anderen Figurentrainings, schön langsam und in kleinen Schritten. Schrauben sie dabei Die Höhe über dem Boden für das Standardmodell (400g-Shockflyer) anfangs auf 30-40 Meter hoch, die Hirnblockaden sind anfangs lange und heftig...
Übung 1: Geradeausflug auf dem Rücken.
Übung 2: Ein Vollkreis auf dem Rücken. Trainieren sie beide Drehrichtungen (Uhrzeigersinn, Gegenuhrzeigersinn) des Kreises.
Übung 3: Hängen sie mehrere Kreise aneinander.
Übung 4: Fliegen sie Achten, Spiralen, Wellenflug.

Weitere STP-Übungen
Übung 1: Fliegen sie in Sicherheishöhe Achten in verschiedensten Varianten, hängen sie mehrere Achten zu komplexeren Figuren zusammen und fliegen sie die Figuren immer wieder möglichst eng.
Übung 2: Fliegen sie in Sicherheitshöhe auf dem Rücken diverse Figuren (Vierecke, Herzen, Schriftzüge, was auch immer) und versuchen dabei, Höhe und Flugbahn so gut wie möglich zu halten. Wenn sie diese Übung über eine längere Zeit ohne einen Verknüppler (Höhen- und Tiefenruder werden verwechselt...) schaffen, und sich während des Fluges einigermassen wohl gefühlt haben, dann haben sie den Rückenflug ohne Seitenruder geschafft.
Übung 3: Wenn sie das Gefühl haben, der Rückenflug sei jetzt wirklich kein Thema mehr, dann wechseln sie in Sicherheitshöhe im Geradeausflug innert 2 Sekunden 4 mal zwischen voll ziehen und voll drücken (drücken-ziehen-drücken-ziehen). Wenn sie anschliessend zum Abfangen ziehen haben sie verloren....

Tipps
[-] Notfälle: Irgendwann (einige Flugstunden!) sind sie dann soweit, dass das bewusste Fliegen in Rückenlage scheinbar problemlos geht. Ihr Bewegungszentrum hat aber noch lange nicht fertig umgestellt und steuert im Zweifelsfall immer noch "Ziehen!". Dagegen helfen nur weitere Flugstunden, während denen sich dieses "ziehen"' gaaanz sachte in nichts auflöst. Irgendwo in der Mitte der Übungsphase würden sie im tiefen Vorbeiflug auf dem Rücken zwar ganz vernünftig Drücken denken (machen sie in dieser Phase um Himmels Willen keinen tiefen Vorbeiflug, es sei denn, sie brauchen einen Vorwand für ein neues Modell!), aber jede Faser des Körpers schreit immer noch instinktiv "Ziehen!". Sie sind hier noch ein Weilchen vom Ziel entfernt, werden sie also nicht übermütig.
[-] Tiefenruderausschlag: Anfangs werden sie viel zu zaghaft mit dem Tiefenruder sein, weil ihr Gehirn immer noch skeptisch ist, ob das nun wirklich das richtige für sie ist. Sie haben dann das Gefühl, sie hätten beim Tiefenruder viel zu wenig Ausschlag. Das liegt entweder daran, dass sie bei der Ruderanlenkung gepennt haben (das Höhenruder sollte auf Höhe und Tiefe gleich weit ausschlagen ;-)) oder dass sie aufgrund von komischen Bedenken (aber ich bin doch schon fast am Anschlag, ganz sicher...) viel zu zaghaft mit dem Tiefenruder umgehen. Wenn das Gehirn "Vollausschlag!" meldet haben sie noch nicht mal den halben Ruderweg gemacht, wetten? Hauen sie in der nächsten Kurve den Tiefenruderknüppel doch einfach mal auf den Tisch (=bis zum vorderen Anschlag drücken) und sie werden sich wundern, wie eng ihr Modell rumkommt (wenn sie etwas anderes als einen Slowflyer fliegen werden sie sich wundern wie schön die Kiste abreissen und trudeln kann, daher machen wir das Spässchen nur mit Slowflyern!).
[-] Trimmung: Für die Anfänge ist es sinnvoll, mit einem leicht Kopflastigen Modell zu fliegen, mit dem sie im Rückenflug ordentlich drücken müssen. So kommt ihr Gehirn nicht so leicht auf dumme Gedanken von wegen Höhenruder wäre jetzt doch besser als Tiefenruder...
[-] Rausdrücken: Wenn sie ein Manöver in Rückenfluglage verhauen ist es extrem wichtig, das Modell mit ordentlich Gas nach oben rauszudrücken und nicht etwa nach unten rauszuziehen. In 10 Metern Höhe mag das Rausziehen ja noch klappen, in 1m Höhe definitiv nicht mehr. Gewöhnen sie sich das Rausdrücken daher möglichst früh an.
[-] Pause: Machen sie zwischendurch immer mal wieder Pause, d.h. fliegen sie ein paar mal die Einheitsschlaufe in Bauchlage oder fliegen sie langsam 1m über dem Boden in Bauchlage. Fliegen sie auch am Anfang und am Schluss einer Akkuladung immer noch ein paar Runden in Bauchlage. Mir ists zwar nie passiert, dass ich wegen zu intensivem Rückenflugtraining in der Bauchlage plötzlich gedrückt statt gezogen habe, aber sicher ist sicher.
[-] Steigen/Sinken: Ok, den Rückenflug haben sie grundsätzlich intus, aber was machen sie, wenn sie auf dem rücken sinken wollen? Doch nicht etwa Gas rausnehmen und runterschaukeln, oder? Zum Sinken hat ein Kunstflugmodell ein Höhen-/Tiefenruder und dass benutzen sie jetzt gefälligst ;-). Ok, ich gebs zu, auf dem Rücken bewusst Höhe zu ziehen ist anfangs noch aufregender als der erste Sprung vom 10m-Brett im Schwimmbad, aber da gewöhnen sie sich dran.

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2.5 Einheitsschlaufe reload

Für das Training des Rückenfluges mit Seitenruder üben sie nun die Einheitsschlaufe auf dem Rücken ohne Seitenruder, bis sie ohne zu überlegen läuft. Das sollte eigentlich relativ schnell gehen, ansonsten trainieren sie nochmal solange STP Rückenflug bis es geht.

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2.6 Rückenflug mit Seitenruder

[Landung] Was isses?
Der Titel ist eigentlich selbsterklärend ;-).
[->] Überlegungen zum Rückenflug mit Seitenruder

Wie macht man's?
Bei neutral fliegenden Modellkunstflugzeugen nach dem gleichen Muster wie beim Bauchflug mit Seitenruder.

STP in der Einheitsschlaufe
Übung 1: Fliegen sie den STP Bauchflug mit Seitenruder auf dem Rücken.

BFP
Übung 1: Fliegen sie die beiden BFP Bauchflug mit Seitenruder (BFP 1, BFP 2) auf dem Rücken. Die Übungen, wo ein Fahrwerk Voraussetzung ist, lassen sie weg.

Tipps, Hinweise
[-] Die Tipps und Überlegungen zum Bauchflug mit Seitenruder und zum Rückenflug ohne Seitenruder gelten auch hier.
[-] Sollten sie während dem Seitenrudertraining mit dem Höhenruder durcheinander kommen, dann seinen sie so konsequent, wechseln sie ins STP und festigen sie nochmal den Rückenflug ohne Seitenruder (einfach ein paar (mindestens 5) Runden in der Einheitsschlaufe fliegen, eventuell mit einem Kreis oder einer 8 in der Mitte). Sonst kann sehr schnell Orientierungslosigkeit samt Absturz die Folge sein. Sobald sie bei einem Verknüppler beim Seitenruder die restlichen Ruder unter Kontrolle behalten haben sie es fast geschafft.

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3 Messerflug

[Messerflug] [Messerflug]

Was isses
Flächenflug mit um 90 Grad gedrehter Tragflächenebene.
[->] Überlegungen zum Messerflug

Wie macht man's
Drehen sie das Modell aus dem Flächenflug wird das Modell um 90 Grad um die Längsachse, so dass der Rumpf als Auftriebskörper wirkt. Dafür müssen sie mit dem Seitenruder das Heck nach unten drücken um dem Rumpf so einen Anstellwinkel zu verpassen. Der Anstellwinkel des Rumpfes bewegt sich im Messerflug zwischen 5-10 Grad (Schnellflug) und ca. 20 Grad.

STP 5-10 Grad Anstellwinkel in der Einheitsschlaufe
Übung 1: Linke Fläche nach unten, von rechts nach links und von links nach rechts "durchmessern", dabei die Höhe halten.
Übung 2: Rechte Fläche nach unten, von rechts nach links und von links nach rechts "durchmessern", dabei die Höhe halten.
Übung 3: Fliegen sie im Rechts- wie im Linksmesserflug Kreise, hängen sie, sobald der Einzelkreis funktioniert, mehrere Aneinander.
Übung 4: Fliegen sie im Rechts- wie im Linksmesserflug Achten.
Übung 5: Fliegen sie im Rechts- wie im Linksmesserflug die gesamte Einheitsschlaufe durch.

STP 10-20 Grad Anstellwinkel in der Einheitsschlaufe
Übung 1: Fliegen sie Übungen erneut, Zuerst mit 10, dann mit 20 Grad Anstellwinkel.

Weitere STP-Übungen mit 10-20 Grad Anstellwinkel
Übung 1: Verlassen sie die Einheitsschlaufe und fliegen sie ohne feste Flugbahn durch die Gegend.
Übung 2: Fliegen sie Kreise und verschiedenste Kombinantionen von Achten, hängen sie mehrere Achten zu komplexeren Figuren zusammen und fliegen sie sie auch immer wieder möglichst eng.
Übung 3: Fliegen sie bestimmte Figuren (Muster, Umrisse von Gegenstränden, Schriftzüge) und versuchen sie Höhe und Flugbahn so genau wie möglich einzuhalten.

BFP 10-20 Grad Anstellwinkel
[Zu tiefer Messerflug] Übung 1: Sobald sie beim Fliegen von bestimmten Figuren keine Verknüppler mehr bauen können sie die Flughöhe schrittweise auf 5-7 Meter reduzieren. Sobald das auf einer Seite klappt kommt wie üblich die Andere dran. Fliegen sie nicht tiefer als die 5-7 Meter, mit 20 Grad Anstellwinkel sind sie immer noch schnell genug das ihr Modell nach Bodenberührung der rechten Tragfläche in etwa wie auf nebenstehendem Bild aussieht.
Übung 2: Markieren sie sich eine gerade Linie mit zwei Endpunkten auf dem Boden und fliegen sie darüber die Einheittschlaufe im Rechts- und Linksmesserflug.
Übung 3: Fliegen sie ein paar Runden Verfolger im Rechts- wie im Linksmesserflug.

Tipps
[-] Gas: Seien sie nur nicht zu geizig mit dem Gas, je schneller sie fliegen, desto stabiler ist der Messerflug.
[-] Timing beim Einleiten: Geben sie zum einleiten des Messerfluges erst Seitenruder, wenn das Modell vollständig in die Messerfluglage gerollt ist. Zu früher Seitenrudereinsatz hat ein unkontrolliertes Wegdrehen zur Folge.
[-] Wenn sie mit dem Höhenruder durcheinander kommen, dabei aber Seitenruder/Gas und Querruder unter Kontrolle behalten ist das halb so wild. Das einzige, was sie sich von Anfang an ersparen sollten, ist das Seitenruder zum Einleiten falsch herum zu betätigen. Dann geht es nach wenigen Sekunden senkrecht runter und wenn sie dann ob des Schrecks eine Hirnblockade bekommen können sie das Modell ausgraben.
[-] Fluchtweg: Etwas, was sie ich so früh wie möglich angewöhnen sollten ist, bei einem Patzer beim Messerflug mit ordentlich Seitenruder und erhöhtem Gas nach oben abzuhauen, und nicht erst noch in die Flächenfluglage drehen zu wollen. 10m über dem Boden geht das ja, aber 1m ab Boden reicht dazu die Zeit nicht!
[-] Messerflugtest: Wenn sie das Gefühl haben, der Messerflug sei jetzt wirklich gefestigt, dann wechseln sie mal im 1/2-Sekunden-Takt 2 mal von voll Höhen- auf voll Tiefenruder. Wenn sie nachher noch im Messerflug sind haben sie ihn gefestigt, ansonsten noch nicht ganz :-).

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4 Slip

Was isses?
1. Eine kurz geschnittene Unterhose .
2. Ein Zwitter aus Messerflug und Flächenflug. Die Tragflächen des Modells stehen während des Slips im 45 Grad-Winkel zum Boden.
[->] Überlegungen zum Slip

Wie macht man's?
Mit dem Querruder halten sie das Modell in 45 Grad Neigung, mit Höhen- und Seitenruder bestimmen sie die Flugbahn. Bewegungen in der Waagrechten/Senkrechten Ebene müssen sie jetzt mit Höhen- und Seitenruder gemeinsam steuern. Beim Slip gibt es vier Möglichkeiten: Rechtsbauchslip (=rechte Tragfläche nach unten), Linksbauchslip, Rechtsrückenslip, Linksrückenslip.

Wo hängts?
Im Slip fliegen sie praktisch ein Motormodell mit folgenden Eigenschaften:
[-] Um 45 Grad verdreht eingeklebte Tragflächen (böser Baufehler ;-))
[-] V-Leitwerk ohne V-Mixer, bei dem das eine Ruder noch wesentlich grösser ist als das andere...

Die Flugrichtung bestimmen sie wie schon erwähnt immer mit einer Kombination aus Höhen- und Seitenruder, Kurven mit der hängenden Fläche nach innen lassen sich prima Fliegen, kurven mit der hängenden Fläche nach aussen nicht wirklich, hier bestimmen Seitenruderausschlag, Seitenrudergrösse und Rumpfseitenfläche wie eng sie rumkommen.

STP in der Einheitsschlaufe
Übung 1: Gehen sie auf der Geraden in eine der Slip-Varianten und versuchen sie ungefähr geradeaus zu fliegen. Sobald die Variante funktioniert können sie nacheinander die anderen üben.
Übung 2: Gehen sie in den Slip und fliegen sie einen Kreis. Trainieren sie auch hier alle möglichen Varianten (Uhrzeigersinn, Gegenuhrzeigersinn, Rechtsbauchslip, Linksbauchslip, Rechtsrückenslip, Linksrückenslip)

Weitere STP-Übungen
Übung 1: Hängen sie die Kreise zu Achten zusammen, spielen sie auch hier alle Varianten durch.
Übung 2: Fliegen sie am Himmel beliebige Figuren und versuchen sie, Höhe und Flugbahn so genau wie möglich zu halten.

BFP
Übung 1: Viele der Übungen aus dem BFP Flächenflug (BFP 1, BFP 2) können sie übernehmen.

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[Copyright] Fabian Günther
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