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Auf meiner Webseite verwendete Begriffe

Version 10, 13.01.2008



Inhalt

1 Einleitung
2 Stichwortverzeichniss
3 Fliegen
        3.1 Figuren, Fluglagen Übergänge
        3.2 Kunstflugstile
        3.3 Fluglagenbezeichnung
        3.4 Räumliche Bezeichnungen
        3.5 Figurenbezeichnung
        3.6 Diverses
4 RC
5 Antrieb
6 Materialien
7 Flugzeugbezeichnungen
        7.1 Flugzeugarten
        7.2 Flugzeugteile
        7.3 Masse, Daten
8 Aerodynamik
9 Diverses
10 Externe Links



1 Einleitung

Modellflieger (Modellbauer allgemein [smile]) verwenden eine Flut von z.T. selber konstruierten Fachbegriffen, die sie nur zum Teil in Lexika etc. finden. Ich habe hier versucht, die wichtigsten Begriffe aus dem Bereich Flugmodellbau aufzulisten. Diese Liste ist längst nicht vollständig, aber sie dient als guter einstieg in die Materie.

Und da jedes Ordnungssystem Benutzer auf den Plan ruft, welche damit nicht zurecht kommen [grins] habe ich hier 2 Systeme verwendet. Zuerst kommt ein Stichwortverzeichniss zum nachschlagen, von wo aus Links zum 2. Teil, einer Thematischen Ordnung der Begriffe gehen. Ich denke damit lässts sich ganz gut leben.

Alle in meinen Begriffserklärungen verwendeten und nicht weiter verlinkten Fremdwörter sind allgemein üblich und lassen sich problemlos mittels Wikipedia [extern] oder Google [extern] nachschlagen.

Wenn ich noch irgendein wichtiges Wort vergessen habe, eins falsch geschrieben oder falsch erklärt oder wenn ich sonst was versifft habe dann schreibt mir ne Mail: Impressum.

Diese Seite enthält neben allgemein gebräuchlichen Begriffen auch von mir gebastelte Wörter. Ich will sie mit diesen Begriffen nicht ärgern, ich musste vielmehr feststellen, das das übliche Vokabular zur präzisen Beschreibung gewisser Fluglagen und Übungen nicht ausreicht. Deshalb habe ich es wo nötig durch eigene Begriffe ergänzt.

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2 Stichwortverzeichniss

div

3D
3D-Flug
3D-Fluglage
3D-Kunstflug
5-Min-Epoxi

A

Aerofly Professional Deluxe
Admin
Administrator
AFPD
Akku
Akkupack
Akkuzelle
aktiv gesteuerte Bewegung
Aktivator
Anstellwinkel
Antrieb
Antriebsstrang
Aresti-Symbole
Auftrieb
Ausschlag
Aussenflächentiefe
Aussenläufer
austrimmen

B

Bahnflugprogramm
Balsa
Balsaholz
Bauch
Bauchflug
Bauchharrier
Beitrag
Bewegungszentrum
BFP
BL
BL-Motor
Bürstenloser Motor

C

CA
Canard
Cockpit
CFK

D

Dämpfungsfläche
Daumensteuerung
Depron
Doppeldecker
Dreibeinfahrwerk
Druckpropeller
Dübel
Dynamischer Kunstflug

E

Eindecker
Einheitsschlaufe
Einschlag
Einstellwinkeldifferenz
Empfänger
Endleiste
Ente
Entenflugzeug
Epoxi
Epoxidharz
EWD
Expo
Exponential

F

Fahrwerk
Fahrwerksbein
Fahrtfigur
Fahrtwind
Fernsteuerung
festigen
Figur
Fläche
Flächenbelastung
Flächenharrier
Flächenflug
Flächentiefe
Fliegen
Flügel
Flügelfläche
Fluglage
Flugwind
Fred
Freiflug
Funktion

G

Gas
gefestigte Fluglage
gieren
GFK
Glasfaser

H

Handsender
Harrier
Heck
HF-Modul
Hirnblockade
HLW
Hochachse
Hochfrequenzmodul
Hochstart
Höhe
Höhenleitwerk
Höhenruder
Hovern
HR

I

Innenflächentiefe
Innenläufer

J



K

Kabine
Kabinenhaube
knacken
Knüppel
Kohle
Kohlefaser
Knüppelausschlag
Knüppelbelegung
Kontaktkleber
Kreuzgurt
Kreuzknüppel
Kunstflug
Kunstflugzeug

L

Längsachse
Latte
Lehrer-Schüler-System
Leitwerk
Leitwerkshebelarm
Linksmesserflug
Linksmesserflugharrier
Loop
Looping
LS-System
Luftschraube

M

Messerflug
Messerflugharrier
Mitnehmer
Modell
Modellflugsimulator
Mod
Moderator

N

Nase
Nasenleiste
nicken
Normalflug

O

optimale Bedingungen (zum Fliegen)

P

passiv gesteuerte Bewegung
Post
posten
Profil
Profilrippe
Profilsehne
Prop
Propeller
Propellermitnehmer
Propellerwind
Propsaver
Pult
Pultsender
Pultsteuerung

Q

Quarz
Quer
Querachse
Querruder

R

Randbogen
RC
Rechtsmesserflug
Rechtsmesserflugharrier
Regler
Rippe
Rolle
rollen
Rollenkreis
Rücken
Rückenflug
Rückenharrier
Ruder
Ruderanlenkung
Ruderausschlag
Ruderhorn
Rumpf
Rumpfschnauze

S

Schleifsporn
Schnauze
Schrumpfschlauch
Schwerpunkt
Segelflugzeug
Seite
Seitenleitwerk
Seitenruder
Seku
Sekundenkleber
Sekundenklebstoff
Selitron
Sender
Senderpult
Servo
Servoarm
Servohebel
Shockflyer
Shocky
Showflug
Sim
Simulator
Skelettlinie
Slowflyer
Slowie
SLW
Smiley
spamen
Spannweite
Spassfliegen
Spinner
Sporn
Spornrad
SR
Stabilisierungsprogramm
Steuerknüppel
STP
Strebe
symmetrisches Profil

T

Thread
Torque-Rolle
Tragfläche
Tragflächenzuspitzung
Tragflügel
trainieren
Trapez-Tragfläche
trimmen
Trimmhebel
Troll
Turn

U

Üben
Übergang
UHU-Por
User

V

Variometer
verknüppeln
Vorwärtsflug
Vorwärtsfluglage

W

widrige Umstände
Wind
Wölbung

X



Y

Z

Zelle
Zugpropeller
Zuspitzung
Zweibeinfahrwerk


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3 Fliegen


3.1 Figuren, Fluglagen, Übergänge

Figur: Unter einer Figur verstehe ich ein in sich abgeschlossenes, Kunstflugmanöver mit genau festgelegter Gestalt und einem festgelegten Anfangs- und Endpunkt. Looping, Rolle oder Turn sind einige klassische Beispiele. Im Klassischen Kunstflug wird eine festgelegte Folge derartiger Figuren geflogen, zwischen den Figuren wird fast immer einige Sekunden Flächenflug geflogen, so dass die Trennung der einzelnen Figuren klar ersichtlich ist. Im 3D- und Showflug sind die Figuren zwar immer noch vorhanden, sie werden allerdings meist kombiniert, die Wechsel zwischen den Figuren sind nicht mehr klar feststellbar, das ganze Flugprogramm besteht sozusagen aus einer grossen Figur. Figuren setzen sich immer aus Fluglagen und deren Übergängen zusammen.

Fluglage: Eine Figur, welche im Prinzip unendlich lange hintereinander geflogen werden kann. Sämtliche Vorwärtsfluglagen sowie der Harrier und Hovern/Torquen sind Fluglagen, Rollenkreise und Co. sind auch welche, ein Turn ist keine Fluglage.

Übergang: Als Übergang bezeichne ich den Wechsel zwischen zwei Fluglagen.

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3.2 Kunstflugstile

3D-Kunstflug (3D-Flug, 3D): Sammelbezeichnung für Flugfiguren, bei denen das Modell wenig bis keine Strecke zurücklegt.

dynamischer Kunstflug: Hier werden alle Vorwärtsfluglagen sowie ein recht umfangreiches Figurenprogramm auf festgelegten Bahnen möglichst präzise geflogen. Harrier, Hovern und die Torque-Rolle und somit der 3D-Flug sind nicht Bestandteil des dynamischen Kunstflugs.

Kunstflug: Mal etwas salopp ausgedrückt: Unter Kunstflug laufen eigentlich alle Figuren, welche nicht dafür gedacht sind das Motorflugzeug von A nach B zu bringen bzw. das Segelflugzeug in der Luft zu behalten.

Showflug: Eine Flugvorführung, oft in Kombination mit Musik, Licht- und Raucheffekten, mit dem Ziel, das Publikum zu beeindrucken und eine gute Show zu zeigen. 3D-Fluglagen sind hier meist stark vertreten und die Modelle sind meist gnadenlos übermotorisiert. Let's Party! [grins]

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3.3 Fluglagenbezeichnung

Ich empfand das Vokabular, das so im allgemeinen zur Benennung von Fluglagen rumgeistert, als unvollständig und weil ich nicht jedes mal z.B. "Slip mit dem Bauch und der Rechten Tragfläche nach unten" schreiben wollte, habe es folgendermassen ergänzt:

Beschreibung Verb Substantiv
Sammelbegriff für die Grundfluglagen, bei denen das modell ordentlich strecke macht. - Vorwärtsfluglagen*
Vorwärtsflug mit der Querachse parallel zum Boden - Flächenflug*
Vorwärtsflug mit der Flugzeugunterseite gegen den Boden - Bauchflug**
Vorwärtsflug mit der Flugzeugoberseite gegen den Boden - Rückenflug
Vorwärtsflug mit der Hochachse parallel zum Boden. Den Auftrieb liefert hier der Rumpf zusammen mit dem Antrieb. - Messerflug
Messerflug mit der rechten Tragfläche nach unten - Rechtsmesserflug*
Messerflug mit der linken Tragfläche nach unten - Linksmesserflug*
Sammelbegriff für alle Fluglagen, bei denen das Modell keine oder nur eine geringe Strecke zurücklegt - 3D-Fluglagen
Flächen-/Messerflug mit hohem Anstellwinkel - Harrier
Harrier mit der Querachse parallel zum Boden - Flächenharrier*
Flächenharrier im Bauchflug - Bauchharrier*
Flächenharrier im Rückenflug - Rückenharrier*
Harrier mit der Hochachse parallel zum Boden - Messerflugharrier*
Messerflugharrier mit der rechten Tragfläche nach unten - Rechtsmesserflugharrier*
Messerflugharrier mit der linken Tragfläche nach unten - Linksmesserflugharrier*
Senkrechtes Verharren des Modells in der Luft mit Drehung um die Längsachse torquen Torque-Rolle
Torque-Rolle ohne Drehung um die Längsachse hovern Hovern

* : Von mir kreierte Bezeichnungen.
** : Der Bauchflug wird vom Rest der Welt als "Normalflug" bezeichnet, ich verwende die Bezeichnung "Bauchflug" aus folgenden Gründen .

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3.4 Räumliche Bezeichnungen

Die Bezeichnungen vorne, hinten, oben, unten, links, rechts sowie die Bewegungsrichtungen beziehen sich auf einen Beobachter, der in der Kabine des Modells drinsitzt. Und weil dieser Beobachter seine Position relativ zum Modell während des Fluges nicht verändert (wenn ers doch tut hat er sich nicht richtig angeschnallt [grins}]) bleiben auch die Begriffe unabhängig von der Fluglage immer gleich. Wenn also ein Modell im Linksmesserflug nach oben nickt bedeutet das relativ zum Boden eine Linkskurve.
Beim Propeller ist vorne.
Beim Seitenruder ist hinten.
Bei der Kabinenhaube ist oben.
Beim Fahrwerk ist unten.
Links und rechts gebe ich von hinten in Flugrichtung gesehen an.

Die Modellbewegungen beschreibe ich anhand dreier Achsen:
Die Längsachse (x) reicht vom der Propeller bis zum Seitenruder mittig durch den Rumpf. Eine Rotation um diese Achse bezeichne ich als rollen. Ein Modell kann in Flugrichtung gesehen im Uhrzeigersinn (= nach rechts) oder im Gegenuhrzeigersinn (=nach links) rollen.
Die Querachse (y) geht durch die Tragflächen vom rechten bis zum linken Randbogen. Eine Rotation um die Längsachse bezeichne ich als nicken. Ein Modell kann nach oben oder nach unten nicken.
Die Hochachse (z) steht senkrecht zu den beiden anderen Achsen. Eine Bewegung um die Hochachse bezeichne ich als gieren. Ein Modell kann nach rechts oder nach links gieren.

[Grafik_Modellbewegungsachsen] [Grafik_Rollen_Nicken_Gieren]

Bauch: Bezeichnung für die Unterseite des Modells.

Rücken: Bezeichnung für die Oberseite des Modells.

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3.5 Figurenbezeichnung

Aresti-Symbole
Symbolsprache für Kunstflugfiguren. Im Rc-Network-Magazin [extern] finden sie eine Sehr ausführliche Beschreibung der Symbole.

Looping (Loop): Eine 360-Grad-Drehung um die Querachse. Die Flugbahn beschreibt einen vertikalen Kreis.

Rolle: Eine 360-Grad-Drehung um die Längsachse. Die Flugbahn beschreibt eine Gerade.

Rollenkreis: Die Flugbahn beschreibt einen horizontalen Kreis. Während dem Durchfliegen dieses Kreises fliegt das Modell pro Kreis eine ganze Rolle.

Turn: Senkrechtes Anfliegen nach oben bis kurz vor dem Stillstand, abkippen über eine Tragfläche mittels Seitenrudereinsatz, senkrechtes Ausfliegen nach unten.

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3.6 Diverses

Als aktiv gesteuerte Bewegung bezeichne ich eine Flugbewegung, bei der der Pilot eine oder mehrere Funktionen mit aktivem Überlegen steuern muss.

[] Ausschlag: Maximal mögliche Bewegung eines Ruders (Ruderausschlag) oder eines Knüppels (Knüppelausschlag). Wird bei den Rudern am sinnvollsten in Grad angegeben.

Bahnflugprogramm (BFP): Das BFP ist die Fähigkeit des Piloten, mit dem Modell ein fix vorgegebenes Flugprogramm möglichst exakt zu fliegen. Genaueres finden sie hier.

Als Bewegungszentrum bezeichne ich den Teil unseres Gehirns/Rückenmarks, in dem Bewegungsmuster bearbeitet und abgespeichert werden.

[] Daumensteuerung: Hierbei hält der Pilot den Sender in beiden Händen und bedient die Knüppel mit den Daumen.

Die Einheitsschlaufe ist ein Anflugschema zu erlernen neuer Flugfiguren. Erklärung aus der Seite Die Einheitsschlaufe.

Einschlag: = Absturz

Fahrtfigur: Jede Figur bei der ein Modell ordentlich Strecke macht(Harrier ab 20 Grad ist keine Fahrtfigur mehr).

Fahrtwind: Bezeichnung für den Luftstrom, welcher durch den Vorwärtsflug des Modells am Modell entsteht.

Fliegen: Immer wenn das Modell in der Luft ist.

Freiflug Modellflug mit Modellen ohne Fernsteuerung.

Funktion: Bei einem Modellkunstflugzeug sind dies:

1. Höhe: Die Drehung um die Querachse, via Höhenruder gesteuert.

2. Quer: Die Drehung um die Längsachse, via Querruder gesteuert.

3. Seite: Die Drehung um die Hochachse, via Seitenruder gesteuert.

4. Gas: Die Motorleistung, welche das Modell beschleunigt oder abbremst.

Gefestigte Fluglage: Eine Fluglage, in der Übungs- und Festigungsphase erfolgreich durchlaufen wurden.

Die Hirnblockade folgt immer auf einen schweren Verknüppler und ist mit einem netten Adrenalinstoss inklusive Schweissausbruch garniert. Bei einer Hirnblockade vergisst der Pilot augenblicklich die Wirkung der Steuerknüppel und verliert nicht selten vollständig die Orientierung. Einem Anfänger, der mit einer Hirnblockade senkrecht nach unten fliegt kann der Lehrer in voller Lautstärke "Ziehen!" ins Ohr brüllen und er wird nicht reagieren. Eine Hirnblockade kann zwischen 1 und 20(!) Sekunden dauern, speziell die längeren führen meist zum Absturz. Hirnblockaden kommen meistens in der frühen Übungsphase einer neuen Figur vor.

Hochstart Startmethode für Segelflugzeuge. Das Flugzeug wird von einem langen Seil an einem Haken unten am Rumpf direkt vor dem Schwerpunkt nach oben gezogen. Sobald das Flugzeug die gewünschte Höhe erreicht hat klinkt es das Seil aus und fliegt selbstständig weiter. Ein Beispiel für den Hochstart mit kleinen Modellsegelflugzeugen finden sie auf der Seite Depron-Freiflugmodell.

Optimale Bedingungen:
[-] Windstille
[-] Gutes Licht (wolkenloser Himmel, Sonne möglichst von oben)
[-] Ein ausgeschlafener und entspannter Pilot
[-] Genügend volle Reserveakkus
[-] Ein startbereites Ersatzmodell
[-] Viel Platz ohne Hindernisse
[-] Keine anderen Modelle in der Luft

Als passiv gesteuerte Bewegung bezeichne ich eine Flugbewegung, bei der sie keine Funktion mehr aktiv steuern müssen.

Propellerwind:Bezeichnung für den vom Propeller nach hinten geblasenen Luftstrom, welcher im 3D-Flug zu einem Grossteil für die Ruderwirkung verantwortlich ist.

[] Pultsteuerung:Der Sender liegt meistens in einem Pult mit Handauflage, die Knüppel werden mit Daumen+ Zeigefinger(+Mittelflinger) bedient.

Spassfliegen: Fliegen zum Spass und zur Entspannung, meist mit Anderen zusammen. Der Trainingseffekt ist auch hier ziemlich hoch, er findet aber eher im unbewussten präzisieren von bekannten Figuren und Manövern statt. Beim Spassfliegen machen nur bereits gefestigte Fluglagen wirklich Spass.

Stabilisierungsprogramm (STP): Das STP ist die Summe der Steuerbefehle, welche benötigt werden, um das Modell während einem bestimmten Manöver stabil in der Fluglage zu halten (z.B. Höhe-Seite-Korrekturen in der Torque-Rolle oder das beständige Seitenrudergeben im Messerflug). Ein Pilot beherrscht das STP wenn er sich nicht mehr verknüppelt, nicht mehr aus der Figur herausfällt und nicht mehr an einzelnen Ruderausschlägen herumüberlegen muss. Genaueres finden sie hier.

Üben: Andauerndes Wiederholen einer neuen Figur mit dem Ziel, das STP auf Touren zu bringen. Näheres dazu hier.
Knacken: geschieht während dem üben und bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem das Stabilisierungsprogramm zum so schnell läuft dass der Pilot eine bestimmte Flugfigur ohne Verknüppler fliegen kann. Näheres dazu hier.
Festigen: Weitere Beschleunigung des STP über das erforderliche Mass hinaus. Näheres dazu hier.

Trainieren: Regelmässiges und strukturiertes Fliegen.

Verknüppeln:(die Wortkreation habe ich bei Sascha Fliegener aufgeschnappt). Beim Verknüppeln verwechselt der Pilot zwei Ruderfunktionen oder das gewünschte Ruder wird in die falsche Richtung betätigt. Das Resultat ist ein ungewolltes und meist relativ wüstes Flugmanöver, in Bodennähe folgt darauf meist der Einschlag. Verknüppler passieren beim Erlernen neuer Figuren oder in Stressituationen regelmässig und sind dort ganz normal.
Höhe-Motor und Quer-Seite werden gerne und oft verwechselt, vor allem bei Höhe-Motor ist das recht unangenehm, immerhin bewirkt es, dass man vor dem Einschlag meist den Motor ausschaltet. Im Rückenflug schlagen sie bei Knüppelverwechslung dann aber bevorzugt mit Vollgas ein und dann ist neben dem neuen Modell auch noch gleich ein neuer Motor fällig...

Widrige Umstände: Für Modelle und ihre Piloten sind dies:
[-] Wind, vor allem böiger Wind
[-] Schlechtes Licht z.B. Nebel, Morgenlicht, Abendlicht, generell tiefe Sonne im Flugfenster
[-] Hindernisse wie Bäume, Sträucher, Strommasten, Laternen oder Häuser im Flugfenster
[-] Andere Modelle, die gleichzeitig in der Luft sind.
[-] Kälte(vor allem kalte Finger und Füsse), Hitze
[-] Zeit oder Leistungsdruck für den Piloten (Wettbewerb!)
[-] Thermik
[-] Zuschauer (zumindest ich fliege nervöser wenn Leute zuschauen)
[-] Müdigkeit

Wind: Unsere wohl bekannte horizontale Luftbewegung.

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4 RC / Komponenten

[RC]

Empfänger: Im Modell eingebauter Empfangsbaustein, der die Signale des Senders empfängt, wandelt und an die Servos sowie den Regler weitergibt.

Fernsteuerung: Zueinander passende Kombination aus Sender und Empfänger.

Handsender:

[Handsender]

HF-Modul (Hochfrequenzmodul): Elektronikbauteil des Senders, welches die Niederfrequenz-Informationen von der Senderplatine in ein Hochfrequenz-Signal für die Übertragung an den Empfänger umwandelt.

Knüppel (Senderknüppel, Steuerknüppel): Hauptsteueraggregat am Sender. --

Kreuzknüppel: Ein Senderknüppel, welcher sich in entlang zweier über Kreuz liegender Achsen bewegen lässt. Mit einem derartigen Knüppel lassen sich zwei Funktionen gleichzeitig steuern.

Quarz: Meist wechselbares Bauteil, welches beim Sender und beim Empfänger die genaue Frequenz einstellt.

Pultsender:

[Pultsender1] [Pultsender2]

RC, R/C (Radio control = Ferngesteuert): Sammelbegriff für alle Komponenten, welche das Steuern des Modells vom Boden aus ermöglichen. Bei Slowflyern sind das:Servos, Empfänger und Sender.

Sender: Das Sendegerät, welches der Pilot in den Händen hält. Wird oft auch (nicht ganz korrekt) als Fernsteuerung bezeichnet.

Servo: Motor-Regler-Getriebe-Einheit, welche vom Empfänger angesteuert wird und die Knüppelbewegungen des Senders via Servoarm an die Ruder weitergibt.

Servoarm (Servohebel):
[]

[] Trimmhebel
Kleine, nach betätigen in Position bleibende Zusatzknüppel, welcher die gleiche (wenn auch schwächere) Wirkung wie ihre grossen Brüder (die Steuerknüppel) besitzen und zum Austrimmen benutzt werden.

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5 Antrieb

Akku (Akkupack): Wiederaufladbarer "Stromspeicher", gelegentlich auch als Batterie bezeichnet (eigentlich falsch, Batterien kann man nicht wieder aufladen).

Akkuzelle (Zelle): Einzelstromspeicher, aus denen die Akkus zusammengelötet werden.

Antrieb (Antriebsstrang): Sammelbegriff für Propeller, Motor(en), Regler und Akku(s), welche zusammen den Antrieb eines Modells bilden.

Aussenläufer: Elektromotor, bei dem die Glocke mit den Festmagneten (Rotor) um die zentral angeordneten Elektromagneten (Strator) dreht.

Bürstenloser Motor (BL-Motor, BL): Elektromotor, bei dem die Wicklung nicht mehr via Kohleschleifbürsten sondern direkt über den Regler angesteuert wird.

Innenläufer: Elektromotor, bei dem die Elektromagneten (Strator) um die Festmagenten (Rotor) angeordnet sind.

Propeller (Prop, Latte, Luftschraube): --

Propellermitnehmer (Mitnehmer): Spannkonus o.Ä. , welcher den Propeller auf der Motorwelle fixiert.

Propsaver: Befestigungsteil, auf die Motorwelle Aufgeschraubt, auf dem der Propeller mit Hilfe eines Gummibandes montiert wird.

Regler: Elektronisches Bauteil, welches den Stromfluss zwischen Akku und Motor regelt.

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6 Materialien

5-Min-Epoxi (5-Minuten-Epoxidharz): Zweikomponentenklebstoff auf Epoxidharzbasis, Tropfzeit 5 Minuten, belastbar nach 10-15 Minuten, ausgehärtet nach 30-60 Minuten.

Aktivator (für Sekundenkleber): Flüssigkeit (meist als Spray erhältlich) welche die Härtung von Sekundenkleber nochmals beschleunigt und die Klebestelle härter und spröder macht.

Balsaholz (Balsa): Weichholz mit einer Dichte zwischen 100 und 200 Kg/Kubikmeter.

Kohlefaser (CFK, Kohle): Faserverbundwerkstoff, als Halbzeuge (Platten, Stangen, Rohre etc) oder als Kohlefasermatten/-gewebe zur Weiterverarbeitung mit Epoxidharz erhältlich. (Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstofffaserverst%C3%A4rkter_Kunststoff)

Depron: Geschäumtes Polystyrol, wird meist in Platten von 3/6mm dicke und den Massen 80x120cm verkauft. Wichtigster Baustoff für Shockflyer.

Epoxidharz (Epoxi): Zweikomponentenklebstoff auf Epoxidharzbasis. (Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Epoxidharz)

Glasfaser (GFK): Faserverbundwerkstoff. Als Halbzeuge (Platten, Stangen, Rohre etc) oder als Glasfasermatten/-gewebe zur Weiterverarbeitung mit Epoxidharz erhältlich. (Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Glasfaserverst%C3%A4rkter_Kunststoff)

Kontaktkleber: Klebstoff, welcher beidseitig auf die Klebestelle aufgetragen wird und nach ablüften es Lösungsmittels und zusammenpressen der beiden Bauteilhälften meist sofort voll belastbar ist.

Sekundenkleber (Sekundenklebstoff, CA, Seku): Flüssiger Kunststoff welcher in Reaktion mit Luftfeuchtigkeit innert Sekunden (dünnflüssiger) oder Minuten (dickflüssiger) aushärtet. (Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Sekundenkleber#Cyanacrylat-Klebstoffe)

Schrumpfschlauch: Kunststoffschlauch, welcher sich unter Wärmeeinwirkung (Lötkolben, Heissluftföhn) zusammenzieht und diese Form auch beim Abkühlen behält.

Selitron: Ähnlich wie Depron, jedoch etwas leichter und weicher.

UHU-Por: Lösungsmittelfreier Kontaktkleber, wird zum kleben von Styropor, Depron, Balsa und Ähnlichem verwendet.

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7 Flugzeugbezeichnungen


7.1 Flugzeugarten

Doppeldecker: Flugzeug mit zwei übereinander angeordneten Tragflächenpaaren

Eindecker: Flugzeug mit einem Tragflächenpaar.

Ente (Canard, Entenflugzeug): Flugzeug, bei dem das Höhenleitwerk vor den Tragflächen angeordnet ist.

Hochdecker:

Kunstflugzeug: Flugzeug, welches für das Fliegen von Kunstflugfiguren entworfen wurde.

Mitteldecker: Bezeichnung für ein Flugzeug mit mittig am Rumpf angeordneter Tragfläche.

Modell: Meine Bezeichnung für ein Funkferngesteuertes Modellflugzeug, je nach Kontext ein Kunstflugzeug oder ein Segelflugzeug.

Motorflugzeug: Ein Flugzeug, welches mit Motorkraft in der Luft bleibt.

Segelflugzeug: Motorloses Flugzeug, welches mittels einer Hilfsvorrichtung auf Höhe gebracht wird und diese Höhe unter Ausnützung thermischer Aufwinde oder Hangaufwinde halten kann.

[] Shockflyer (Shocky): Siluetten-Slowflyer aus 3mm/6mm-Depron. Rechts die 6mm-Variante:

Slowflyer (Slowie): Etwas gummige Bezeichnung für kleine (bis ca. 1.5m) und leichte Styropor-/Depron-/Balsa-Modelle mit Elektromotor

Tiefdecker: Bezeichnung für ein Flugzeug bei dem die Tragfläche auf der Unterseite des Rumpfes angeordnet ist.

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7.2 Flugzeugteile

[Grafik_Flugzeugteile] [Grafik_Flugzeugteile2]

Baldachin: Verbindung Rumpf-oberes Tragflächenpaar bei Doppeldeckern

Dämpfungsfläche: Der Teil des Höhen-/Seitenleitwerks, welcher sich relativ zum Rumpf nicht bewegen lässt.

Dreibeinfahrwerk: Zwei Fahrwerksbeine hinter dem Schwerpunkt und eins in der Schnauze.

Druckpropeller:

Einfachtrapez-Tragfläche: --

Endleiste: Hintere Kante der Tragflächen/des Höhenleitwerks

Fahrwerk: --

Fahrwerksbein: Verbindung Rumpf-Rad.

Tragfläche (Flügel, Fläche): --

Heck: Sammelbezeichnung für Leitwerk und den Rumpfteil hinter den Tragflächen.

Höhenleitwerk (HLW): Sammelbegriff für Höhenruder und Höhenruder-Dämpfungsfläche

Höhenruder (HR): Ruder welches die Bewegung um die Querachse steuert.

Kabine (Cockpit): Der "Raum" in manntragenden Flugzeugen, in dem der Pilot drinnsitzt.

Kabinenhaube: Das durchsichtige Kunststoffdach der Kabine. Bei Modellkunstflugzeugen ist die Kabinenhaube oft nur angedeutet und leistet einen wichtigen Beitrag zur Fluglageerkennung.

Leitwerk: --

Mehrfachtrapez-Tragfläche: --

Nasenleiste: Vordere Kante der Tragflächen/des Höhenleitwerks

Querruder (QR): Ruder welches die Bewegung um die Längsachse steuert.

Randbogen: Die äusseren Enden der Tragflächen/ des Höhenleitwerks.

[] Rippe (Profilrippe): Bauteil der Tragflächen.

Ruder: Steuerfläche am Ende der Tragflächen/ eines Leitwerks.

Ruderanlenkung: Verbindungsmechanismus, welcher die Drehbewegung des Servoarmes auf das Ruder überträgt. Beispiele: http://www.slow-flyer.com/tips_7.html [extern]


[] Ruderhorn: Am Ruder befestigter Teil der Ruderanlenkung.

Rumpf: --

Schleifsporn: Sporn, welcher statt eines Rades eine Kufe besitzt.

Schnauze (Rumpfschnauze, Nase): Der Rumpfteil vor den Tragflächen.

Seitenleitwerk (SLW): Sammelbegriff für Seitenruder und Seitenruder-Dämpfungsfläche.

Seitenruder (SR): Ruder, welches die Bewegung um die Hochachse steuert.

[] Spinner: Vordere Abdeckkappe, welche auf der Motorwelle Montiert wird und das Propellermittelstück umschliesst.







[] Sporn: Kleines, z.T. lenkbares Rad samt Mechanik im Heck eines Modells mit Zweibeinfahrwerk.

Spornrad: Rad des Sporns.

Strebe: Dünner Stab/Rohr/Rechteckprofil, mit dem meist die Tragflächen oder das Höhenleitwerk gegenüber dem Rumpf abgespannt werden.

Trapez-Tragfläche Tragfläche, der die Form eines oder mehrerer Trapeze hat. --

Zugpropeller: Ein Propeller, welcher vor dem Motor meist in der Schnauze angeordnet ist.

Zweibeinfahrwerk: Zwei Fahrwerksbeine vor dem Schwerpunkt und ein Sporn.

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7.3 Masse, Daten

[Grafik_Trapez-Tragfläche] [Grafik_Trapez-Tragfläche2]

Aussenflächentiefe: --

Flächenbelastung: Fluggewicht/Flügelfläche (wird in Gramm/Quadratdezimeter angegeben).

Flächentiefe: Die Flächentiefe an einer bestimmten Stelle entlang der Querachse lässt sich direkt messen(z.B. Innenflächentiefe). Die durchschnitts-Flächentiefe muss man errechnen. Bei einer Einfachtrapez-Tragfläche ist das : (Innenflächentiefe+Aussenflächentiefe)/2 --.

Flügelfläche: Spannweite*Durchschnittliche Flächentiefe. Der Begriff "Tragflächenfläche" tönt etwas deppert, daher wird hier der Begriff "Flügelfläche" verwendet.

Innenflächentiefe: --

[Grafik_Leitwerkshebelarm] Leitwerkshebelarm: Der Abstand vom ersten Drittel der Tragflächen bis zum ersten Drittel des Höhenleitwerks (Abstand 1), geteilt durch die durchschnitts-Flächentiefe. Bei Kunstflugzeugen liegt der Leitwerkshebelarm zwischen 2.4 und 3.2.





[] Profil: Ein Tragflächen-Längsschnitt.

Schwerpunkt: Massenmittelpunkt des Modells. Auf der Längsachse liegt er ca. 1/3 der Flächentiefe von der Nasenleiste aus gemessen. Der Schwerpunkt auf der Längsachse wird, sofern nichts anderes angegeben, von der Nasenleiste der Tragflächen aus gemessen.

Spannweite: --

Tragflächenzuspitzung: Verhältnis Innenflächentiefe:Aussenflächentiefe, z.B. 1.5:1

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8 Aerodynamik

[Anstellwinkel] Der Anstellwinkel ist der Winkel zwischen der Profilsehne und dem Flugwind.

Der Auftrieb (Auftriebskraft) ist der Teil der Luftkraft, die Rechtwinklig zum Flugwind auf ein Flugzeug wirkt (und nicht senkrecht zur Profilsehne, wie oft fälschlich beschrieben). In der Alltagssprache bezeichnet "Auftrieb" dagegen eine Kraft senkrecht nach oben (=vom Erdboden weg).

DerEinstellwinkel ist der Winkel zwischen der Profilsehne und der Längsachse des Flugzeuges.

EWD (Einstellwinkeldifferenz):
Differenz zwischen dem Einstellwinkel der Tragflächen und des Höhenleitwerks.
Einstellwinkeldifferenz ermessen (RcNetwork-Magazin) [extern]
EWD bei moderne 1:1 hochleistungs Segler (RcNetwork) [extern]

Flügel ist ein Sammelbegriff für alles Mögliche, vom Tasteninstrument über Vogel- und Insektenflügeln zu Türflügeln, Spoilern, Politischen Gruppierungen oder militärischen Schlachtaufstellungen. Die Auftrieb erzeugende Fläche bei Flugzeugen wird umgangssprachlich ebenfalls als Flügel bezeichnet, präziser ist hier jedoch der begriff Tragfläche.

Der Flugwind ist die Luft die einen bestimmten Körper anströmt, von diesem Körper aus betrachtet. Der Flugwind für eine Tragfläche ist beispielsweise der Luftstrom, den ein direkt vor der Tragfläche sitzender beobachter wahrnehmen würde. Bei einem geradeaus fliegenden Flugzeug bei Windstille hat der Flugwind die Geschwindigkeit des Modells über Grund.

[Profilsehne] Die Profilsehne ist eine gedachte Gerade, die die Nasenleiste und die Endleiste eines Profils verbindet (A). Bei älteren, konkaven Profilen verbinet die Profilsehne die Endleiste mit dem untersten Punkt des Profiles (B).

Die Skelettlinie (Profilmittellinie, Mittellinie, Wölbungslinie) ist eine gedachte Linie von der Vorder- bis zur Hinterkante des Profils, die an jedem Ort den gleichen Abstand zur Profilober- und Unterseite hat. Bei symmetrischen Profilen ist die Skelettlinie eine Gerade und fällt mit der Profilsehne zusammen, nicht symmetrischen Profilen ist die Skelettlinie gewölbt.

[symmetrisches Profil] Symmetrisches Profil Beim symmetrischen Profil (A) ist der Profilteil unter der Skelettlinie, das Spiegelbild des Profilteiles über der Skelettlinie.

Der Tragflügel ist ein kufenartiges Bauteil bei Wasserfahrzeugen (z.B. Tragflügelboten). Die Flügel bei Flugzeugen heissen Tragflächen.

Die Wölbung bezeichnet die Krümmung der Skelettlinie eines Profils. Eine gerade Skelettlinie (symmetrisches Profil) hat dementsprechend 0 Prozent Wölbung.

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9 Diverses

AFPD Abkürzung für den Flugsimulator "AeroFly Professional Deluxe".

austrimmen (trimmen) Via Trimmhebel kann die Ruderposition (oder allgemein die Funktionsposition) bei Knüppelmittelstellung eingestellt werden. Dadurch werden zum Beispiel Modellflugzeuge bei Knüppelmittelstellung zum Geradeausflug überredet.

[] Expo (Exponential): Expo bezeichnet eine senderseitige Modifikation des Knüppelweg/Servoweg-Verhältnisses. 0 Prozent Expo ergeben einen linearen Zusammenhang, bei 100 Prozent ist die Kurve an eine Exponentialkurve angelehnt. Der Expowert ist dabei stufenlos von 0 bis 100 Prozent einstellbar. Mittels Expo erreicht der Pilot bei Knüppelbewegung um die Knüppelmittelstellung eine geringere, in Richtung Vollausschlag eine höhere Ruderbewegung als bei linearem Verlauf. Durch geschickten Expo-Einsatz kann er so die "Giftigkeit" eines Ruders reduzieren ohne auf den vollen Ausschlag verzichten zu müssen.

Knüppelbelegung: Die Angabe/das Schema, nach dem die 4 Funktionen eines Kunstflugmodells auf die Senderknüppel verteilt sind.

Kreuzgurt: Komfortabler Umhängegurt, an dem der Pultsender samt Senderpult befestigt wird.

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Lehrer-Schüler-System (LS-System): Eine Verbindung (Kabel oder Funk) zwischen dem Lehrersender (der Sender mit dem Fluglehrer hintendran) und dem Schülersender (der Sender mit dem Flugschüler hintendran). Das Modell empfängt nur die Signale des Lehrersenders, der Lehrer kann aber je nach Gutdünken einzelne oder alle Funktionen an den Schüler übergeben (= der Schüler steuert diese Funktionen, sein Sender sendet zum Lehrersender, welcher die Steuerbefehle zum Modell weiterleitet). Sobald der Schüler Mist baut kann der Lehrer kann durch Knüppelbewegung oder Knopfdruck die Funktionen wieder übernehmen. Das System ermöglicht eine sicheren und modellschonenden Flugunterricht.

[] Senderpult (Pult): Eine Konstruktion, die einerseits als Halterung für den Sender und andererseits als Handauflage für den Piloten dient.

Simulator (Sim, Modellflugsimulator) Software, welche über den Sender oder über einen Joystick gesteuert wird und ein Modell samt den den Steuerbewegungen entsprechenden Flugbewegungen simuliert und diese Simulation in Echtzeit auf dem PC-Bildschirm abspielt.

Variometer
Ein Gerät im Modell, welches die Luftdruckveränderung in seiner Umgebung misst, diese Info an ein Empfangsgerät beim Piloten weiterleitet, welches diesem die Druckänderung via Unterschiedlicher Piepstöne mitteilt.
Was bringts?? Der Luftdruck nimmt mit der Höhe ja bekanntlich ab und das Vario piept dem Piloten somit indirekt die Höhenänderung des Modells ins Ohr. Und das mit einer Präzision, dass es auch abgebrühten Technikern vor Freude die Nackenhaare hochstellt. Eine Höhenänderung von 5 cm/s realisiert das Ding bereits. Ein Variometer hilft beim Thermikfliegen ungemein, da es die Höhenänderung um ein vielfaches genauer anzeigt, als das ein Mensch via Sichtkontakt je zu realisieren vermag.

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