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Futaba 6EX 2.4 GHz

Version 6, 05.02.2008



Inhalt

1 Der Lieferumfang
2 Äusseres
3 Software im Flächenmodus
4 Federn
5 Aufhängung
6 Simulator-Kabel
7 Fliegen
8 Vorläufiges Fazit
9 Links


1 Der Lieferumfang

Am 14.09.2007 kam meine 2.4GHz Futaba-Anlage mit der Post. Der Lieferumfang umfasste den Sender mit Senderakku, ein Ladegerät für den Sender, einen "schaltbaren Wackelkontakt" (Schalterkabel ;-)), und einen Empfänger:

[Lieferumfang]

Empfängergehäuse und Steckplätze machen einen recht soliden Eindruck, der Empfänger wiegt knapp 10g, so dass er auch problemlos in Slowflyern eingesetzt werden kann.

[Empfänger]

Das Innere des Senders. Ich habe den Metallbügel an der Gasratsche umgedreht, so schleift die Ratsche nur noch am Bügel und rastet nicht mehr in den einzelnen Stufen ein. Ich empfinde das als angenehmer.

[Inneres]

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2 Äusseres

[-] Das Gehäuse macht einen stabilen und ordentlichen Eindruck, wirklich hübsch finde ich es nicht, ich bin kein Fan von Chrom-Optik am Sender (die lässt bei mir jeweils den Verdacht aufkommen der Pilot müsse damit was kompensieren ;-)).
[-] Die Knüppel sind selbst in der kürzesten Position noch recht lang, für meine relativ grossen Hände kein Problem, für zierlichere Hände aber eher zu lang.
[-] Die Antenne ist konstruktiv gut gelöst, umgeklappt liegt sie einige Millimeter hinter dem Haltebügel und wird somit durch diesen geschützt.
[-] Die Rückstellkraft der Knüppel liegt im normalen Bereich, für mich als Weichei zu hart, ich werde mir bei Gelegenheit weichere Federn besorgen.
[-] Die Federvorspannung der Knüppel lässt sich nicht einstellen.
[-] Der Aufhängepukt für den Sendergurt ist wie oben schon erwähnt zu weit vorne.
[-] Der 600mAh NiCd(!)-Senderakku ist eigentlich eher ein Witz als ein Akku, den habe ich gegen einen 2000mAh NiMh ausgetauscht. Das Akkufach ist extrem eng, der NiMh passt gerade mal so rein.
[Sendergurt] [-] Als Sendergurt verwende ich einen selbstgestrickten aus 20mm Gurtband (aus dem auch die Sicherheitsgurte beim Auto bestehen) und einem Mini-Karabiner. Das Auto-Gurtband ist geschmeidiger als das Grobe von Rucksäcken und liegt auch deutlich angenehmer auf der Haut.
Hängt man einen Sendergurt am Aufhängepunkt ein hängt der Sender ordentlich hinten runter, das Gehäuse ist offensichtlich von einem 35mHz Sender, und bei der 2.4-GHz-Ausführung fehlt halt das Gegenmoment der langen 35MHz-Antenne. Mit den Daumen auf den Knüppeln, Mittel-, Ring- und kleinen Fingern unter dem Sender und den Zeigefingern auf den vorderen Schaltern aufliegend kann man den Sender trotzdem bequem halten.

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3 Software im Flächenmodus

Die Sendersoftware bietet genug Möglichkeiten um einfache Sport- und Kunstflugmodelle sowie Segler ohne Wölbklappen komfortabel zu betreiben:
[-] 6 Modellspeicher (wer mehr Modelle gleichzeitig Betriebsbereit hat kann sich auch einen teureren Sender leisten, von dem her passt das.)
[-] Vorbereitete Mischer für 2 Querruderservos, via Schalter dazumischbare Wölb-/Bremsklappenfunktion der Querruder, V-Leitwerk und Deltaflächen.
[-] Servoumkehr
[-] Dualrate (via Schalter umschaltbar) für Expo und Ruderausschläge.
[-] Einstellbare Servo-Endausschläge
[-] Digitaltrimm für alle vier Funktionen
[-] Failsafe-Einstellungen für die Gasfunktion
[-] 2 frei programmierbare Mischer

Kurzes Kopfzerbrechen bereiteten mir anfangs die 2 Querruderservos, nach kurzem Suchen in der Anleitung stellte sich heraus, das man für 2 Querruderservos den Wölb-/Bremsklappenmischer zwingend setzen muss, wenn man auch bei betätigen des Flaperon-Schalters keine Mischwirkung haben will kann man den Mischanteil einfach auf 0 Prozent setzen.

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4 Federn

Nach ca. 15 Flügen habe ich die Federn bei den Steuerknüppeln gegen weichere getauscht. Das Umhängen der Federn ist eine elende Fummelei und erfordert, sofern man die Kreuzknüppelaggregate nicht aus dem Gehäuse schrauben will, das richtige Werkzeug und eine Chirurgenausbildung. Ich habe die Kreuzknüppelaggregate schliesslich ausgeschraubt, dann ging das Umhängen einigermassen.
Da man die Vorspannung der Federn wie schon erwähnt nicht einstellen kann habe ich zu kurze (=hohe Federvorspannung) Federn eingebaut und diese dann durch vorsichtiges Hochziehen des Haltebügels soweit gelängt bis sich die erwünschte geringe Federvorspannung einstellte.

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5 Aufhängung

Will man den Sender so aufhängen dass er optimal ausbalanciert ist muss man improvisieren. Entweder man bohrt an der richtigen Stelle ein Loch ins obere Sendergehäuse und bringt dort eine neue Öse an oder man arbeitet mit Schnur:

[Senderaufhängung] [Senderaufhängung]

Die Schnur-Lösung ist jedoch ein rechtes Gefummel und auch optisch nicht so der Brüller, wenn mans wirklich konsequent machen will muss man wohl oder übel eine neue Öse setzen.

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6 Simulator-Kabel

[Sendergurt] Den Adapter für das Simulatorkabel habe ich bei eflight.ch [extern] bestellt, fliegen am AFPD klappt problemlos, allerdings bleibt das HF-Modul des Senders auch im SIM-Betrieb eingeschaltet :-(.

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7 Fliegen

Ich habe mit dem System bisher ca. 50 Flüge mit der Yak 55 Nr.3 und ca. 40 Flüge mit der AJ Extra gemacht, bisher ohne nennenswerte Probleme.
[-] Das herausstehende Akkufach auf der Gehäuseunterseite stört etwas beim Greifen, das ist aber nicht wirklich tragisch.
[-] Verzögerungen oder ein Schwammigwerden des Modells konnte ich bisher in keinster Weise feststellen, das Übertragungsverfahren arbeitet schnell und direkt.
[-] Die kurze Antenne bereitete mir anfangs einige Schreckmomente. Die 2.4-Ghz-Antenne ist etwa so lang wie eine eingezogene 35MHz-Antenne, was bei mir im Flug mehrmals den "Notlande-Reflex" auslöste, weil ich noch die 35-MHz-Länge im Kopf hatte und folglich eine nicht ausgezogene Antenne vermutete.
[-] Mit den weicheren Federn ist jetzt auch das Handling so wie ich mir das vorstelle.

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8 Vorläufiges Fazit

Für ein umfassendes Fazit ist es noch zu früh, aber der erste Eindruck ist war vielversprechend, die Anlage funktionierte tadellos und bietet deutlich mehr Möglichkeiten als ich erwartet hatte.


2,4 GHz-Fernsteuerungen (Rc-Network Magazin) [extern]
Rudolf Fiala: Die neue Futaba Fernsteuerung T6EXP 2.4 GHz [extern]

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[Copyright] Fabian Günther
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