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Velox Nr.1

Version 3, 01.04.2008


Velox Velox

Das Depron meiner Yak 55 Nr.3 war nach 1.5 Jahren Flugbetrieb ordentlich weich geworden, und so fasste ich den Entschluss mit ihrem RC eine neue Maschine zu bauen. Die Yak ist mittlerweile im Ruhestand und hat ihren Ehrenplatz an meiner Zimmerwand bekommen :-).



Inhalt

1 Technische Daten
2 Konstruktion
3 Aufbau
4 Fliegen



1 Technische Daten

[-]   Modell: Eigenbau-Shockflyer, Velox
[-] Spannweite: 100cm
[-] Länge: 100cm
[-]   Abflugmasse: 400g

[-]   Flügelfläche: 20.25qdm
[-] Flächenbelastung: 19.8g/qdm
[-] Tragflächenzuspitzung: 1.45:1
[-] HLW-Fläche: 4.4 qdm
[-] Leitwerkshebelarm: 2.67

[-]   Spannung bei Vollast im Stand: 10.5V
[-] Strom bei Vollast im Stand: 15A
[-] Schub bei Vollast im Stand: 550-600g

[-]   Motor: Axi 2208/34
[-] Regler: Castle Creations Phoenix 10
[-] Akku: Flightpower Evo 3s1p 1200mAh
[-] Servos: 4x Hitec HS55
[-] Empfänger: R606FS 2.4 GHz FASST
[-] Propeller: APC-Slowfly 10x3.8

[-]   Schwerpunkt bei 90mm ab Tragflächenvorderkante beim Rumpfübergang (im Rückenflug muss so nicht mehr gedrückt werden)
[-] Querruderausschlag 40 Grad (alles was geht) mit 0 Prozent Expo
[-] Höhenruderausschlag 50 Grad mit 0 Prozent Expo
[-] Seitenruderausschlag 50 Grad mit 0 Prozent Expo

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2. Konstruktion

Die Ziele bei der Konstruktion waren eine erhöhte Wendigkeit im 3D-Flug, ein anständiges Finish und eine an die Velox von Orion Models [extern] angelehnte Geometrie.

Die Velox-Geometrie habe ich den Shockflyer-Bedürfnissen angepasst (Leitwerkshebelarm vergrössert, Rumpfseitenfläche vergrössert, Flügelstreckung und Zuspitzung verkleinert, HLW etwas vergrössert), im Vergleich zur Yak sind Leitwerkshebelarm und Flügelstreckung aber merklich kleiner (Wendigkeit). Da die Flügelfläche bei 95cm Spannweite nicht ausreichte habe ich die Maschine auf 100cm vergrössert, Flächenmässig stimmt sie jetzt mit der Yak überein.

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3. Aufbau

Vom Aufbau her entspricht die Velox weitestgehend der Yak, mit folgenden Änderungen:

Finish
Das Orange ist eine nach dem trocknen wasserfeste Acrylfarbe, relativ dünn mit einem Schwamm aufgetragen (die Methode habe ich bei Jens Kröner [extern] abgeschaut). Aus der Nähe sind zwar Riefen zu sehen, für ein 3m-Modell (aus 3m Entfernung solls gut aussehen ;-)) ists aber in Ordnung. Die schwarze Kabinenhaube, das Tigermuster und die schwarzen Streifen auf der Flügelunterseite habe ich mit Edding gemacht.

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Aufgedickte Nasenleiste
Die Nasenleiste habe ich mit je einem 15mm Breiten 3mm Depronstreifen oben und unten aufgedickt und dann rund verschliffen. Neben der optischen Wirkung (der Flügel wirkt voluminöser) haben sich auch die Flugeigenschaften verbessert, näheres dazu im Kapitel "Fliegen".


HLW und Seitenruder
Das Verbinden der beiden Höhenruderhälften war bei der Yak immer ein ordentliches Gebastel. Bei der Velox ist das Höhenruder wieder einteilig mit einem breiten Balsaverbinder, um es abnehmen zu können wird das Seitenruder ebenfalls abnehmbar geschaltet. [Ruderscharnier] Das Tesa-Scharnier (grün) wird zur Demontage des Seitenruders abgenommen, um das Depron an dieser Stelle zu schützen bleibt eine Schicht Klebeband (rot) dauerhaft auf dem Depron. Das Scharnier muss dabei nicht über die ganze Länge der Seitenruderachse gehen, es genügt ein 2cm Scharnierstreifen am obersten Punkt der Seitenruderachse sowie je ein 2cm Streifen direkt über und unter dem Ruderhorn. Die Anlenkungen habe ich wieder als CFK-Stabanlenkungen (1mm CFK) ausgeführt, für die lösbare Verbindung sorgen momentan Gabelköpfe, die werden aber bald durch deutlich leichtere gebogene 1.5mm Stahldrähte ersetzt.

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Fahrwerk
Das Hauptfahrwerk habe ich als Kreuzfahrwerk ausgeführt, oben ist es mit Aluplättchen und M2-Schrauben an den Rumpf geschraubt (an das Aluplättchen habe ich mit Sekundenkleber Schleifpapier geklebt, damit es sich im angeschraubten Zustand nicht verdrehen kann), das Heckfahrwerk besteht aus einem Moosgummirad, einem 0.8mm Stahldraht und einem Messingrohr als Führung.
[-] Hinweis 1: Den Stahldraht musste ich mit Tesa auf den Innendurchmesser des Messingrohrs aufdicken, wenn man ein entsprechend dünneres Rohr (ich hatte halt nur noch 4x3mm da...) oder ein Bowdenzug-Innenrohr als Führung nimmt kann man sich die Aufdickerei sparen.
[-] Hinweis 2: Machen sie die Hauptfahrwerksbeine aus 3mm CFK-Stangen und nicht wie abgebildet aus 3mm GFK-Stäben. Das GFK ist zu weich und schwingt sich bei der kleinsten Unwucht im Rad grauenhaft auf.

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Transport
Durch das abnehmbare Seitenruder benötigt die Velox beim Transport nochmals weniger Platz und der Rumpf ist weniger empfindlich.

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4 Fliegen

[] Die Velox liegt um die Längsachse ruhiger in der Luft als die Yak, der Maximalauftrieb des Flügels ist höher, die Loopings folglich enger, der Gleitwinkel besser und die Minimalgeschwindigkeit geringer. Die Wendigkeit um Quer- und Hochachse ist besser als mit der Yak, Überschläge gelingen positiv wie negativ ohne rausdrehen. Beim Harrier ist eine geringe Pendelneigung vorhanden, beim Hovern reicht halber Querruderausschlag um die Drehung zu Unterbinden. Gerissene und gestossene Rollen gehen trotz den langsamen Servos recht gut, im Rollenharrier sind nur geringe Korrekturen auf Höhen- und Seitenruder notwendig, Rollenharrierkreise habe ich bisher mit 5m Durchmesser zustande gebracht (geht noch enger ;-)). Im Messerflug besteht eine leichte Tendenz zum zurückdrehen in die Bauchlage.

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[Copyright] Fabian Günther
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