Fabians Modellkunstflugseiten
Home | Motorflug | Segelflug | Technikecke | Diverses | Impressum | Links | Updates | Sitemap | Suchen,Drucken
Home> Motorflug> Aeromusical-Elemente

Aeromusical-Elemente

Version 1, 24.03.2008

Auf dieser Seite stelle ich Figurenelemente vor, mit denen sie ihr Modell passend zur Musik tanzen lassen können.



Inhalt

1 Pendelbewegungen um die Achsen
         1.1 Winken
         1.2 Hügeln
         1.3 Hinternwackeln



1 Pendelbewegungen um die Achsen

Vorbemerkung
Zwischen Knüppelbewegung und Modellbewegung gibt es zeitliche Verzögerungen:
[-] Auf dem Weg von der Knüppelbewegung zum Servoimpuls wird das Steuersignal durch mehrere Prozessoren durchgeschleust, es wird codiert, decodiert, durch die Gegend gefunkt und verstärkt. Diese Vorgänge brauchen Zeit, daher kommt es zwischen Knüppelbewegung und Servoimpuls zu einer Verzögerung, auch Latenzzeit der Fernsteuerung genannt.
[-] Servomotor, Getriebe, Rudergestänge und Ruder haben eine gewisse Massenträgheit, des weiteren haben die Servos eine begrenzte Stellgeschwindigkeit. Die Ruder bewegen sich daher ebenfalls verzögert und nur bis zu einer max. Geschwindigkeit.
[-] Das Modell als ganzes besitzt ebenfalls Massenträgheit, dazu kommt noch die Trägheit der Luftströmung.
Diese drei Verzögerungsarten gegeben zusammen die Gesamtverzögerung des Modells. Je höher die Frequenz (d.h. je schneller das Modell um eine Achse pendelt) ist, je grösser der Amplitude (Pendelausschlag) und je geringer die Fluggeschwindigkeit ist, desto heftiger wirkt sich diese Verzögerung aus. Je stärker sich die Verzögerung auswirkt, desto weiter hinkt das Modell der Knüppelbewegung hinterher, im Extremfall (hohe Amplitude und hohe Frequenz) hinkt das Modell um einen halben "Durchlauf" (Schwingungsperiode) hinterher, die Modellbewegung ist dann genau entgegengesetzt zur Knüppelbewegung.

Wenn man die Pendelbewegung synchron zu Musik hinbekommen will muss man mit dem Knüppel folglich "vorauseilend" steuern, damit sich das Modell im Takt bewegt.

nach oben


1.1 Winken

Was isses?
Pendelbewegung um die Längsachse, dadurch winkt das Modell mit den Flügeln dem Publikum zu.

Wie macht man's?
Die Pendelbewegung erzeugt man mit dem Querruder, aus dem Flächenflug heraus muss man bei langsamen Schwingungen und bei Schwingungen über 45 Grad mit dem SR und dem HR stützen. Die Ruderkommandos werden soweit "vorauseilend" gegeben dass sich das Modell genau synchron zum Rhythmus der Musik bewegt.

Übungen
Übung 1: Fliegen sie im Bauchflug geradeaus und schwingen sie langsam mit ca +-45 Grad Amplitude um die Längsachse. Steigern sie die Frequenz jetzt langsam bis aufs Maximum und beobachten sie das Modellverhalten.
Übung 2: Stellen sie ein Musikstück mit Tempo 120 (ungefähr) ein, Fliegen sie im Bauchflug geradeaus und schwingen sie mit +-20 Grad Amplitude um die Längsachse, so dass bei jedem Schlag abwechselnd die eine oder die andere Tragfläche oben ist. Versuchen sie die Pendelbewegung synchron zur Musik zu fliegen.
Übung 3: Fliegen sie während dem Pendeln weite Kurven und einfache Figuren.
Übung 4: Wiederholen sie Übungen 1-3, jetzt mit langsamerer Musik und +-60 Grad Pendelausschlag. Stützen sie das Modell dabei in den Sliplagen mit Seiten- und Höhenruder.
Übung 5: Variieren sie Frequenz und Amplitude des Pendelns, indem sie zu verschieden schnellen Musikstücken fliegen. Tasten sie sich an die Grenzen des Modells heran, d.h. an die maximal möglichen Amplitude, die für die jeweilige Frequenz möglich ist.
Übung 6: Wiederholen sie die Pendelübungen und pendeln sie nacheinander in Rückenlage sowie in den beiden Messerfluglagen.

Tipps
[-] Beginn des Pendelns: Fliegen sie im Bauchflug geradeaus, zählen sie den Rhythmus der Musik mit, heben sie einen Flügel und beginnen sie im richtigen Moment mit der Abwärtsbewegung. [-] Timing: Am Anfang werden sie mit den Modellbewegungen bereits nach wenigen Pendeldurchläufen gnadenlos hinter der Musik hinterherhinken. Knüppeln sie in diesem Fall schneller als der Musiktakt am Querruderknüppel, und zwar solange, bis sie wieder im Takt sind. Das kostet zwar anfangs etwas Überwindung, funktioniert aber Prächtig.

nach oben


1.2 Hügeln

Was isses?
Pendelbewegung um die Querachse, dadurch vollführt das Modell im Flächenflug eine Berg-Talfahrt.

Wie macht man's?
Die Pendelbewegung erzeugen sie dem Höhenruder, im Flächenflug müssen sie nichts stützen, im Messerflug müssen sie je nach Modellauslegung mit Seiten- und Querruder leicht korrigieren. Die Ruderkommandos geben sie soweit "vorauseilend" dass sich das Modell genau synchron zum Rhythmus der Musik bewegt.

Übungen
Übung 1: Fliegen sie im Bauchflug geradeaus und Pendeln sie langsam mit ca +-45 Grad um die Längsachse. Steigern sie die Frequenz jetzt langsam bis aufs Maximum und beobachten sie das Modellverhalten.
Übung 2: Stellen sie Ein Musikstück mit Tempo 120 (ungefähr) ein, Fliegen sie im Bauchflug geradeaus und Pendeln sie mit +-10 Grad (anliegende Tragflächenstömung) um die Querachse so dass bei jedem Schlag das Heck abwechselnd oben oder unten ist. Versuchen sie die Pendelbewegung synchron zur Musik zu fliegen.
Übung 3: Wiederholen sie Übung 2, diesmal mit +-30 Grad Ausschlag (abgerissene Tragflächenströmung). Wenn ihr Modell da selbst bei Vollausschlag nicht mitkommt, müssen sie ein entsprechend Langsameres Musikstück wählen.
Übung 4: Fliegen sie während dem Pendeln weite Kurven und Einfache Figuren.
Übung 5: Variieren sie Frequenz und Amplitude des Pendelns, indem sie zu verschieden schnellen Musikstücken fliegen. Tasten sie sich an die Grenzen des Modells heran, d.h. an die maximal mögliche Amplitude, die für eine bestimmte Frequenz möglich ist.
Übung 6: Wiederholen sie die Pendelübungen und pendeln sie nacheinander in Rückenlage sowie in den beiden Messerfluglagen.

Tipps
[-] Beginn des Pendelns: Fliegen sie im Bauchflug geradeaus, zählen sie den Rhythmus der Musik mit, senken sie das Heck und beginnen sie im richtigen Moment mit der Aufwärtsbewegung. [-] Timing: Das Selbe wie beim Querruder, hier sollte es aber wesentlich schneller gehen, da sie das Bewegungsschema vom Querruder her bereits kennen.

nach oben


1.3 Hinternwackeln

Was isses?
Pendelbewegung um die Hochachse, dadurch wackelt das Modell im Flächenflug mit dem Hintern.

Wie macht man's?
Die Pendelbewegung erzeugen sie mit dem Seitenruder, im Flächenflug wie im Messerflug müssen sie mit HR und QR leicht korrigieren.

Übungen
Übung 1: Fliegen sie im Bauchflug geradeaus und bewegen sie den Knüppel mit Tempo 100 hin und her (bei jedem Schlag ist der Knüppel in einer Endposition). Beginnen sie mit kleinen Ausschlägen, und steigern sie diese dann langsam bis aufs Maximum. Das Modellverhalten ist hier recht ähnlich wie beim Pendeln um die Querachse.
Übung 2: Fliegen sie im Bauchflug geradeaus und pendeln sie mit dem Heck mit +-20 Grad hin und her. Beginnen sie mit einer sehr langsamen Frequenz, steigern sie sie dann langsam auf die maximal mögliche und reduzieren sie sie dann langsam wieder. Hierbei verhält sich das Modell teilweise recht speziell:
[-] Bis zu einer gewissen Frequenz folgt das Modell brav, leicht zäh und ohne grosse Verzögerung den Seitenruderkommandos.
[-] In der Nähe einer gewissen (modellabhängigen) Frequenz steigt die Amplitude der Modell-Pendelbewegung bei unverändertem Knüppelausschlag plötzlich schlagartig an, das Modell wird lebendiger, gleichzeitig steigt die Verzögerung rapide an.
[-] Oberhalb dieser Frequenz nimmt die Amplitude schnell ab, die Modellreaktionen kommen stark verzögert, hier wird wieder alles relativ ähnlich wie beim Querruderpendeln.
[-] Reduziert man die Frequenz wieder (und tut dies halbwegs zügig) dann kommt bei der "magischen" Frequenz wieder die erhöhte Amplitude und bei weitere Frequenzreduktion pendelt das Modell noch recht heftig nach.
Das Modellverhalten um die Hochachse kann man, stark vereinfacht, als unterkritisch gedämpftes System 2. Ordnung beschreiben, und unsere "magische" Frequenz ist nichts anderes als die Resonanzfrequenz des Modells um die Hochachse :-).
Übung 2: Stellen sie ein Musikstück mit Tempo 120 (ungefähr) ein, Fliegen sie im Bauchflug geradeaus und Pendeln sie mit +-20 Grad um die Hochachse so dass bei jedem Schlag das Heck abwechselnd links oder rechts ist. Versuchen sie die Pendelbewegung synchron zur Musik zu fliegen.
Übung 4: Fliegen sie während dem Pendeln weite Kurven und Einfache Figuren.
Übung 5: Variieren sie Frequenz und Amplitude des Pendelns, indem sie zu verschieden schnellen Musikstücken fliegen. Tasten sie sich an die Grenzen des Modells heran, d.h. an die maximal mögliche Amplitude für jede Fequenz.
Übung 6: Wiederholen sie die Pendelübungen und pendeln sie nacheinander in Rückenlage sowie in den beiden Messerfluglagen.

Tipps
[-] Beginn des Pendelns: Fliegen sie im Bauchflug geradeaus, zählen sie den Rhythmus der Musik mit, schieben sie das Heck in eine Richtung und beginnen sie im richtigen Moment mit der Pendelbewegung.
[-] Timing: Das Selbe wie beim Querruder, auch hier sollte es aber wesentlich schneller gehen, da sie das Bewegungsschema vom Querruder her bereits kennen.

nach oben

[Copyright] Fabian Günther
www.fabian-guenther.ch