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Kunstflug mit Zweiachsern

Version 1, 20.05.2008

Auf dieser Seite möchte ich einige Kustflugfiguren sowie Übungen für zweiachsgesteuerte Modelle (Höhen- und Seitenruder) beschreiben.



Inhalt

1 Einleitung
2 Rückenflug
3 Harrier
4 Hovern/Torquen
5 Gezogene Fassrollen
6 Echte Rollen
7 Steiltrudeln
8 Flachtrudeln
9 Flachtrudeln aus dem Looping
10 Gerissene/Gestossene Rolle
11 Flachtrudeln aus dem turn


1 Einleitung

Zweiachser sind nicht voll steuerbar, da die Drehung um die Längsachse nur indirekt via Wende-Roll-Kopplung über das Seitenruder realisierbar ist. Dadurch sind Zweiachsern einige Flugzustände (z.B. der Messerflug) grundsätzlich verwehrt, viele (z.B. langsame Rollen) funktionieren nur eingeschränkt. Gleichwohl bieten wendige Zweiachser ein Interessantes Betätigungsfeld für allerlei Kunstflug-Übungen.

Allen, die schon mit dem Dreiachser erste Kunstflug-Erfahrungen gesammelt haben empfehle ich wärmstens, das Seitenruder des Zweiachsers auf den Seitenruder- und nicht auf den Querruderknüppel zu legen. Dadurch erhält man eine wunderbare Möglichkeit, das sonst oft vernachlässigte Seitenruder zu trainieren, ohne dass einem dabei das Querruder reinfunkt.

Kunstflugtauglich sind eigentlich alle Zweiachser mit ausreichender Festigkeit, guter Ruderwirkung und einer grossen Wende-Roll-Kopplung. Als nahezu ideales Kunstfluggerät hierfür hat sich die Lazy-Bee herausgestellt. Die Folgenden Beschreibungen basieren auf meinen Erfahrungen mit der Lazy-Bee.

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2 Rückenflug

[Simulatorflug]

Auf dem Rücken ist die Seitenruderwirkung umgekehrt, will heissen wenn die Maschine über einen Flügel Wegdrehen will muss man (in Flugrichtung gesehen) mit dem Seitenruderknüppel in Richtung dieses Flügels steuern. Zweiachser sind auf dem Rücken stark instabil, dadurch wird ständiges Hebeln am Seitenruderknüppel notwendig. Im Geradeausflug ist das schon ordentlich anspruchsvoll, im Kurvenflug wirds dann wirklich brutal, aber mit etwas Übung ist aber auch das machbar.

Tipp: eine leichte Pendelbewegung um die Hochachse lässt den Flug anfangs stabiler werden. Ausserdem weiss der Pilot dann immer, in welche Richtung das Seitenruder gerade wirkt. Mit zunehmender Übung kann man die Pendelbewegung dann immer weiter reduzieren.

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3 Harrier

[Simulatorflug]

Der Bauchharrier geht prächtig und ist beinahe noch einfacher als der Bauchharrier bei Dreiachsern. Der Rückenharrier dagegen ist übel, bisher hab ich den noch nicht stabil hinbekommen.

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4 Hovern/Torquen

[Simulatorflug]

Hovern geht wegen fehlender Querruder nicht, Torquen geht gut. Durch den kurzen Hebelarm ist die Lazy-Bee dabei recht zappelig, daher ist das Torquen merklich anspruchsvoller als beim Shockflyer.

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5 Gezogene Fassrollen

Leicht Höhenruder ziehen und entsprechend Seitenruder geben, so dass das Modell eine korkenzieherförmige Bewegung vollführt. Hält man dabei den Seitenruderausschlag konstant wird dabei aus der Rolle eher ein Looping, um einen sauberen Korkenzieher hinzubekommen muss man daher aktiv mit dem Seitenruder arbeiten.

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6 Echte Rollen

Auch die gehen prächtig, Einleiten mit Seitenruder und sehr wenig Höhenruder, auf dem Rücken kurz drücken. Unterschreitet man eine gewisse Rollgeschwindigkeit werden die Rollen jedoch eierig, hier fehlt einfach das Querruder.

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7 Steiltrudeln

Gerade anfliegen, Gas raus, HR Langsam ziehen, beim Durchsacken voll SR und HR rein und abwärts gehts. Drehgeschwindigkeit und Sinkgeschwindigkeit kann man mit Gas, HR und SR prima einstellen.

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8 Flachtrudeln

Ähnlich wie das Steiltrudeln, jedoch mit Halb- bis Vollgas. Das Bauchflachtrudeln ist schön stabil, länger andauerndes Rückenflachtrudeln habe ich bis jetzt noch nicht hinbekommen :D.

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9 Flachtrudeln aus dem Looping

Am obersten Punkt des Loops (Loopingdurchmesser und Fluggeschwindigkeit so bemessen dass das Modell am obersten Punkt des Loops schwerelos ist) voll Seitenruder und Halb- Bis Vollgas, das Resultat ist Rückenflachtrudeln, welches das Modell durchaus einige Umdrehungen lang halten kann.

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10 Gerissene/Gestossene Rolle

...sind im Wesentlichen normale Rollen mit mehr Höhenruder. Wichtig ist dass man das Höhenruder/Tiefenruder schnell genug gibt, sonst gibts Aufgrund des geringen minimalen Kreisradius der Lazy-Bee eine Fassrolle und keine gerissene/gestossene Rolle.

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11 Flachtrudeln aus dem Turn

Senkrechtes Steigen, Ansetzen zum Turn, nach einer halben Umdrehung Vollgas, voll Seitenruder und leicht Tiefenruder. Die Lazy-Bee dreht dann einige Umdrehungen senkrecht in der Luft und geht dann ins Steiltrudeln/Bauchflachtrudeln über.

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[Copyright] Fabian Günther
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